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Rezension von Lutz Seilers großartigem Roman-Debüt “Kruso”

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Seiler weckt mit diesem Buch bei mir Erinnerungen an Uwe Johnsons “Jahrestage”, aber auch an ein bisschen an Thomas Pynchon. Hier die dpa-Rezension zum 500-Seiten-Roman über die DDR-Dropouts im Sommer 89 auf Hiddensee.

KrusoEs liest sich von Anfang bis Ende klasse. Und es stimmt genau, was der Tagesspiegel-Rezensent über den “Sound” dieses Buches schreibt: “Erstaunlich, wie unsperrig Seiler seine Sätze modelliert, ohne je in einen süffig-kulinarischen Ton zu rutschen. Überhaupt, der Ton: Als Ed die Gedichte seines Freundes zu einem Band ordnet, kann er „hören, dass es stimmte, er hörte den Ton“. In „Kruso“, so würde Ed als Leser sagen, „stimmt“ alles, man kann es hören. Es ist der Rhythmus dieser Prosa und ihre Bilder, in denen von „verbrauchter Anwesenheit“ oder dem „Vorhof des Verschwindens“ die Rede ist.”

 

 

Dänische Medien schlafen fest bei Erdbeben in Schweden

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Bildschirmfoto 2014-08-21 um 09.18.27

Die politischen Klassen in Dänemark und Schweden trennen geografisch nur ein paar km, ansonsten aber Lichtjahre. In Kopenhagen haben sich die Rechtspopulisten mit ihrer Sicht zur Zuwanderung komplett durchgesetzt, während die Regierung in Stockholm an einer ausgeprägt liberalen Asyl- und Flüchtlingspolitik festhält. Der Debattenton (und oft auch das Niveau) dazu ist vor allem von dänischer Seite vergleichbar mit dem zwischen Nord- und Südkorea.

Auf  diesem Hintergrund hab ich am am 18. Aug. diesen Leserbrief an die führende konservative Zeitung Berlingske Tidende geschrieben, den sie nicht bringen wollte:

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Medierne sover dybt, mens et jordskalv ryster Sverige

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Bildschirmfoto 2014-08-21 um 09.18.27

Jeg har sendt dette indlæg til Berlingske Tidende den 18. aug, som blev afvist:

Forstil jer, at statsminister Helle Thorning-Schmidt indleder sin valgkamp med en appel om at tage imod flere flygtninge fra Syrien og lignende lande. Udfordreren Lars Løkke Rasmussen nikker under den første TV-debat samstemmende til hendes ord: “Jeg kommer til at bede den danske befolkning om at åbne deres hjerter for de meget udsatte mennesker, som vi nu ser overalt i verden.”

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Leserkommentare zur “Danskerne”-Kronik in Jyllands-Posten: “Wenn es dir bei uns nicht gefällt…”

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Nach dem Artikel “Danskere – hvem er det” haben Leser 115 Kommentare auf der Facebookseite von “Jyllands-Posten” geschrieben. So etwa drei Viertel ablehnend, der Rest zustimmend. Teils mit Argumenten, teils, wie in den sozialen Medien üblich, polternd oder pöbelnd. Überraschend viele auch offen und freundlich.
Ich hab eine einigermaßen repräsentative Auswahl übersetzt. Es finden sich etliche typische dänische, aber für Außenstehende vielleicht überraschende Argumentationsmuster. Wer hätte gedacht, dass einem als Zuwanderer in Dänemark mal zugerufen wird: “Wenn es dir bei uns nicht gefällt, geh doch zurück nach Deutschland.”
Hier die Übersetzungen

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Jyllands-Postens Facebookside: Mange (interessante, venlige, vrede) kommentarer til “Danskerne”-kronikken

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    Kurt Kloborg Vi er Dansk og det skal vi værne om…….. Husk det. ….De Danske værdier som folk har kæmpe i mange år for, er desværre ved at uddø…. Men tro mig de kommer igen.

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“Kære danskere” – Min kronik om “Danskerne” i Jyllands-Posten

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En kronik i Jyllands-Posten som jeg har skrevet som brev til “alle danskere”: Hvorfor finder i jer i det smånationalistiske misbrug af jeres sprog?

Kronik 28.07.2014 kl. 03:00
 
 

Danskerne – hvem er det?

Thomas Borchert, journalist, København

 

Kronikøren, som er tysker, men bor og arbejder i Danmark, undrer sig over den stigende brug af ordet ”danskere.” Påkaldelse af det nationale som målestok er håbløst gammeldags – og i øvrigt usympatisk.

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“Liebe Dänen” – Ich hab einen Brief an alle in “Jyllands-Posten” geschrieben

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Hier kommt der Text eines Briefes von mir “an alle Dänen”, den “Jyllands-Posten” jetzt veröffentlicht hat. Es geht um die inflationäre Ausbreitung des Begriffs “danskerne” = “die Dänen” in der Politiker- und Mediensprache” mit populistisch-nationalistischem Dreh. Die rechtsliberale “Jyllands-Posten” ist eine der drei größten landesweiten Zeitungen. Berühmt geworden durch die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen 2005. Mein Brief ist als “kronik” abgedruckt – oft heftig debattierte Meinungsartikel in den dänischen Zeitungen.

Der Text:

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