Norwegen

Norwegen als Klimakiller: Neues Öl aus der Arktis

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Der Kampf gegen die Ölförderung

„Ein massiver Eingriff in das Klima für kommende Generationen“: Greenpeace zieht gegen die norwegische Regierung wegen Bohrkonzessionen für die Barentssee vor Gericht.

March 7 2017 Tromso Norway Clear winter skies in Northern Norway enabled clearly viewing the A
Ökologisch sensibles Territorium: die Arktis unter Nordlicht. Imago Foto: imago stock&people (imago stock&people)

Geschliffene Argumente im Gerichtssaal erregen mitunter mehr Aufsehen als halsbrecherische Kletterpartien auf Bohrplattformen. Wenn von Dienstag an in Oslo über Ölbohrungen in der ökologisch hochempfindlichen Arktis verhandelt wird, ist Greenpeace die geballte Aufmerksamkeit der Norweger für das bisher einzigartige Verfahren sicher.

450.000 Bürger, fast zehn Prozent der Bevölkerung, stützen per Unterschrift die Klage, mit der Umweltschützer der Regierung Verfassungsbruch nachweisen wollen: Seit 2014 ist im norwegischen Grundgesetz festgeschrieben, dass „alle Menschen das Recht auf eine Umwelt (haben), die die Gesundheit sichert“. Ausdrücklich schreibt der Paragraf 112 auch den Schutz dieses Rechtes „für kommende Generationen“ bei der Verteilung von Naturressourcen vor. Read the rest of this entry »

Die Vetreibung aus dem Paradies für E-Autos

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Norwegen bremst Energierevolution aus

Regierung will die Suventionierung von E-Autos zurückschrauben.

30. Oktober 2017

E-Auto
Auto aufladen: Für immer mehr Norweger eine Selbstverständlichkeit. Foto: rtr

Wer in Oslo all die Ladestationen an Parkplätzen und die enorm vielen Elektroautos selbst im Stadtverkehr bestaunt, kann sich eine Zukunft ohne Verbrennungsmotoren schon sehr plastisch vorstellen. Dass 52 Prozent Hybrid- oder reine E-Antriebe bei Neuzulassungen im September einen Rekordtiefststand der CO2-Emissionen mit sich brachten, bestätigt dieses Bild mit trockenen und erfreulichen Zahlen. In Deutschland liegt der Marktanteil 2017 bisher bei mikroskopischen 0,6 Prozent. Norwegens aus aller Welt bestaunte Vorreiterrolle gerät nun aber ins Wanken, weil die Regierung den Geldhahn für stimulierende Subventionen ein Stück weit zudrehen will.  Read the rest of this entry »

Friedensnobelpreis eine Warnung vor dem Atomkrieg

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Gegen den drohenden Atomkrieg

Weil die „Gefahr eines Atomkrieges so groß ist wie schon lange nicht“ erhält Ican den Friedensnobelpreis. Kontrovers allerdings wird der von Ican geforderte Verbotsvertrag für Atomwaffen gesehen.

Friedensnobelpreis Ican
Ican-Aktivisten protestierten kürzlich vor der US-Botschaft in Berlin. Foto: dpa

Weil die „Gefahr eines Atomkrieges so groß ist wie schon lange nicht“, hat das Nobelkomitee in Oslo den diesjährigen Friedensnobelpreis an die Internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung (Ican) vergeben.

„Die Menschen sind zu Recht besorgt, weil die Welt gefährlicher geworden ist. Es macht ihnen Angst, dass sie mit Atomwaffen verteidigt werden sollen“, sagte die Komiteesprecherin Berit Reiss-Andersen bei der Bekanntgabe der Entscheidung in der norwegischen Hauptstadt. Die in Genf mit ganzen vier hauptamtlichen Mitarbeitern ansässige Organisation Ican, ein Dachverband für mehr als 450 gegen Atomwaffen aktive Organisationen in mehr als hundert Ländern, habe die „katastrophalen humanitären Konsequenzen der Anwendung von Nuklearwaffen“ klargemacht und herausragend für ein weltweit geltendes Verbot von Atomwaffen geworben. Read the rest of this entry »

Norwegen: Wutbürger gegen Wölfe

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10. Januar 2017

Wutbürger und Wölfe

 Von Thomas Borchert

Etwa 90 Wölfe leben in Norwegen.  Foto: imago/Nature Picture Library

Norweger streiten erbittert über die Jagdquote für Wölfe. Gegner des Raubtiers fürchten um die Sicherheit ihrer Kinder, ihrer Hunde und ihrer Schafe. Der konservative Umweltminister fährt einen Zickzackkurs.

Von weit her angereiste Norweger verlangen vor dem Parlament ein „Land ohne Wölfe“ und ihr „Recht auf Leben“. Osloer Medien berichten breit vom „Wolfsgipfel“ der Parteien, und der Umweltminister verbeugt sich im Fernsehen vor dem Volkszorn. „Ich habe volles Verständnis für die Furcht der Menschen. Nun müssen wir untersuchen, ob die Wölfe eventuell doch potenziell gefährlicher geworden sind,“ sagte Vidar Helgesen. Damit nahm er im bitteren Streit über den kleinen Bestand von Tieren im Südosten Norwegens schon mal Maß für einen Purzelbaum.

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