Kapitalismus

Ein einziger Spekulant bringt Skandinaviens Strombörse ins Wanken

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Norwegen: Offenbarungseid eines Zockers

Ein norwegischer Spekulant bringt mit einer gigantischen Wette die Strombörse ins Wackeln und ist nun selbst pleite.

20. Sept. 2018

Wenn einer sich gründlich verzockt hat, gibt es für andere was einzustreichen. Knapp eine Woche nach dem spektakulären Offenbarungseid des norwegischen Spekulanten Einar Aas hat die deutsche Uniper aus dem Eon-Verbund das Portefeuille des 47-Jährigen an der Nasdaq-Strombörse in Oslo übernommen. Aas, bis vor kurzem einer der Reichsten im dank Öl und Gas superreichen Norwegen, musste pünktlich zum zehnten Jahrestag der Lehman-Brothers-Pleite bekennen, dass seine gigantischen Wetten auf Spekulationsgewinne mit Elektrizität komplett zusammengekracht sind. Read the rest of this entry »

Krumme dänische Bankgeschäfte mit russischem Schwarzgeld

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Geldwäsche: Es kommt immer dicker

Die Danske Bank versinkt noch tiefer im Geldwäsche-Skandal mit russischen Kunden. Nun wird auch in Estland und Dänemark gegen die Traditionsbank ermittelt.

5. September 2018

Danske Bank in Talinn, Estland
Die unter dem Strich genannten Beträge für die dubiosen Geschäfte der Danske Bank zwischen 2015 und 2017 stiegen mit jeder Enthüllung immer weiter in die Höhe. Foto: rtr

Die traditionsreiche Danske Bank in Kopenhagen rutscht immer tiefer in einen der möglicherweise größten europäischen Geldwäsche-Skandale. Wie die Zeitung „Berlingske Tidende“ am Mittwoch nach Einsicht in interne Untersuchungspapiere aus der Bank berichtete, sollen allein im Jahr 2013 über deren Tochter in Estland umgerechnet 30 Milliarden Dollar (25,8 Milliarden Euro) aus dubiosen russischen Quellen transferiert worden sein. Das Blatt nannte genau wie kurz zuvor die „Financial Times“ mit gleichlautenden Zahlen als Quelle ein „Leck“ aus einer von der Danske Bank angekündigten Untersuchung dieser seit Jahren im Prinzip bekannten illegalen Geldströme.

Deren Umfang aber wäre nach den neuen Zahlen um ein Mehrfaches höher als bisher angenommen. Er übertrifft auch bei weitem die von der Deutschen Bank 2017 eingeräumte Wäsche von rund zehn Milliarden Dollar an russischem Schwarzgeld. Als Strafe musste das größte deutsche Geldhaus  630 Millionen Dollar an die Finanzbehörden in den USA und Großbritannien überweisen. Read the rest of this entry »