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Month: January 2017

Rezension: Dicker Schinken über 4 Freunde

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“Ein wenig Leben”: Yanagiharas wilde Achterbahnfahrt

31.01.2017

Die US-amerikanische Schriftstellerin Hanya Yanagihara. Foto: Emilio Naranjo

Die US-amerikanische Schriftstellerin Hanya Yanagihara. Foto: Emilio Naranjo
Emilio Naranjo

Kann bedingungslose Freundschaft eine Kindheit voll extremer Gewalt heilen? Hanya Yanagihara schildert haarklein die Leiden des jungen Jude. Und preist den lebenslangen Bund mit Willem, JB und Malcolm. Das Mammutwerk startet stark und endet als unglaubwürdiger Konzeptroman.

Von Thomas Borchert, dpa

Berlin (dpa) – Der bescheiden daherkommende Titel “Ein wenig Leben” ist schon wegen der fast 1000 Seiten irreführend.

Vor allem aber hat Hanya Yanagihara in ihren Roman über vier New Yorker Freunde vom College bis zum Alter so viel Schrecken und schrecklich Schönes gepackt, dass Leser sich wappnen sollten: Hier beginnt mit der ersten Seite eine rekordverdächtige Achterbahnfahrt nur für starke Nerven.

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Finnland hat den Mini-Trump

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11. Januar 2017

Die fragwürdigen Deals des mächtigen Finnen

 Von Thomas Borchert

In Helsinki wird er schon „Mini-Trump“ genannt: Regierungschef Sipilä soll sein Amt für die Geschäftsinteressen der eigenen Familie ausnutzen.

Der finnische Ministerpräsident Juha Sipilä ist wegen dubioser Verquickung von Amt und familiären Geschäftsinteressen erneut in die Schlagzeilen geraten – zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit. Genau wie Donald Trump hatte der 55-jährige Quereinsteiger in die Politik bei seinem Antritt 2015 verkündet, er habe alle Anteile an eigenen Unternehmen verkauft und stufte sich selbst als so klar und sauber ein wie die finnische Waldluft nach dem Saunagang.

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Norwegen: Wutbürger gegen Wölfe

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10. Januar 2017

Wutbürger und Wölfe

 Von Thomas Borchert

Etwa 90 Wölfe leben in Norwegen.  Foto: imago/Nature Picture Library

Norweger streiten erbittert über die Jagdquote für Wölfe. Gegner des Raubtiers fürchten um die Sicherheit ihrer Kinder, ihrer Hunde und ihrer Schafe. Der konservative Umweltminister fährt einen Zickzackkurs.

Von weit her angereiste Norweger verlangen vor dem Parlament ein „Land ohne Wölfe“ und ihr „Recht auf Leben“. Osloer Medien berichten breit vom „Wolfsgipfel“ der Parteien, und der Umweltminister verbeugt sich im Fernsehen vor dem Volkszorn. „Ich habe volles Verständnis für die Furcht der Menschen. Nun müssen wir untersuchen, ob die Wölfe eventuell doch potenziell gefährlicher geworden sind,“ sagte Vidar Helgesen. Damit nahm er im bitteren Streit über den kleinen Bestand von Tieren im Südosten Norwegens schon mal Maß für einen Purzelbaum.

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Schweden rüstet gegen Russland auf

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08. Januar 2017

Diplomatie Schweden rüstet gegen Russland

 Von Thomas Borchert

Stockholm fürchtet Moskaus Einmischung in interne Angelegenheiten.

Rüstet euch für den Kriegsfall“, schrieb Schwedens Zivilschutzbehörde MSB kurz vor Weihnachten an alle Gemeinden. Man möge für mehr Schutzräume sorgen und auf keinen Fall Einsatzzentralen in Berghöhlen oder Ähnliches stilllegen. Eine neue Sicherheitsstrategie wegen der Angst vor russischem Hegemoniestreben im Ostseeraum hat Ministerpräsident Stefan Löfven am Wochenende angekündigt: „Schweden verstärkt jetzt sein Militär nach vielen Jahren in die andere Richtung.“

Rezension: Buch zur Wannseekonferenz

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3.1.2017

Wannseekonferenz: Wie der Massenmord an Juden zum Holocaust wurde

Von Thomas Borchert

Vor 75 Jahren verhandelten Nazi-Bürokraten am Wannsee über den Holocaust. Für den Historiker Peter Longerich ist die Konferenz nicht der Beginn, weil der Massenmord an Juden längst im Gang war.

Das Haus der Wannseekonferenz.

 Das Haus der Wannseekonferenz.Foto: dpa

Die Wannseekonferenz am 20. Januar 1942 gilt gemeinhin als der große Ausgangspunkt für den industriellen Massenmord an Europas Juden. „Im Zuge dieser Endlösung kommen rund 11 Millionen Juden in Betracht“, vermerkt lapidar das Protokoll des Treffens von 15 hochrangigen Bürokraten in Zivil und Uniform im SS-Gästehaus im Süden Berlins. „Im Anschluss an die Besprechung war ein Frühstück vorgesehen“, berichtet der Historiker Peter Longerich in seinem neuen Buch zu der Konferenz, die wohl nicht länger als anderthalb Stunden dauerte.

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