Month: May 2020

Corona macht aus Noma eine Bürgerbar

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Betrieb in der Küche des Noma – vor der Pandemie.

Nebenwirkung

Sterneküche mit Bacon und Cheese

von Thomas Borchert

Das „Noma“ in Kopenhagen ist hochfein und weltberühmt – jetzt gibt’s dort Burger. Fürs erste.

Zunächst ein paar Zahlen zu Kopenhagens weltberühmtem Gourmettempel „Noma“ aus der Zeit vor Corona: Zwei Michelin-Sterne, vier Mal zum besten Restaurant der Welt gekürt, vier Monate Wartezeit auf einen Tisch und minimum 400 Euro für ein Menu. Ohne Wein.

Kommende Woche startet das Restaurant nach der Zwangspause wieder neu: als Burger- und Weinbar, natürlich mit Takeaway und Lichtjahre unter den gewohnten Preisen. Umgerechnet 16 Euro sollen der klassische Cheeseburger wie auch die vegetarische Alternative kosten. Reservierung überflüssig.

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En ny utrolig historie fra den forrykte, menneskefjendsk statsborgerskabs-djungle

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10.05.2020

Jeg vil gerne forære Mattias Tesfaye en bog

Historien om forfatteren Annette Herzogs kamp for dansk statsborgerskab er et ridt gennem en forrykt og menneskefjendsk regeljungle. Du skulle læse hendes bog, Tesfaye – som dokumentation for hendes danskkundskaber. Den vil ramme dig i hjertekulen.
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Tegning: Rasmus Sand Høyer

 

Forfatteren Annette Herzog fortæller i ”Hjertestorm/Stormhjerte” om 13-14-årige i lyst og nød med alle de indre eksplosioner, som man kalder for pubertet. Jeg er kommet et halvt århundrede længere hen i livet og tilhører ikke målgruppen. Men denne grafiske ungdomsroman, skrevet i et krystalklart smukt sprog, fik selv mit hjerte til at banke hurtigere.

Samme virkning havde det brev, hvori Udlændinge- og Integrationsministeriets Indfødsretskontor i januar i år meddeler Annette Herzog, som i sine 29 år i landet har skrevet 39 børne- og ungdomsbøger på dansk: ”Du kan ikke blive dansk statsborger nu”. Med den begrundelse, at ansøgeren ikke opfylder ”de gældende krav om dokumentation for danskkundskaber”. Read the rest of this entry »

Dänemark und Corona: Hab ich Fake News produziert?

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Dänemark hat sich für ein Jahr in einen Polizeistaat verwandelt.. Aber es hat sich für unseren Korrespondenten ganz und gar nicht wie in einem Polizeistaat angefühlt.

Nebenwirkung

Dänemark: Polizeistaat für ein Jahr

  • von Thomas Borchert

Die dänische Hammerstrategie gegen Corona ist kein Fake – Verteidigungsrede eines Korrespondenten in eigener Sache.

Notfalls mit Militär“ stand über dem ersten Bericht, erschienen am 14. März, über den schnellen, harten Corona-Lockdown in Dänemark. Ziemlich vorn im Text folgte ein Satz, der mehr ungläubige Leserpost ausgelöst hat als alle meine noch so verwegenen FR-Artikel aus Skandinavien zusammen: „Die Gesundheitsbehörden können ab sofort Zwangstests, Zwangsimpfungen sowie Zwangsbehandlungen anordnen und für die Durchsetzung ihrer Anordnungen neben der Polizei auch Militär sowie private Wachdienste einsetzen.“ Damit habe ich diese Zeitung auf den ersten Platz einer Youtube-Hitliste für die verrücktesten Fake News zu Corona gehievt und bekomme nach fast zwei Monaten immer noch Mails aus dem Büro der Chefredaktion weitergeleitet: „Mögen Sie vielleicht auch diesem Leser antworten?“

Gerne, antwortet man, als Nebenwirkung über möglicherweise subtile Chef-Ironie grübelnd. Aber vor allem mit Verständnis für die Zweifler: So ein brutales Regiment im Land der Hygge mit dem oft glücklichsten, in ganz schlechten Jahren drittglücklichsten Volk der Welt? Unmöglich.

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Kommentar bei der Böll-Stiftung

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Die EU-Unionsbürgerschaft – Porträt einer unvollendeten Schönheit

Kommentar

Die europäische Unionsbürgerschaft gewährt den EU-Bürger*innen das Recht, sich innerhalb der EU frei zu bewegen und bei Kommunal- und Europawahlen zu wählen. Bis zu einer echten europäischen Staatsbürgerschaft, die alle grundlegenden Bürgerrechte umfasst, sei es aber noch ein weiter Weg, kommentiert Thomas Borchert.

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Den meisten ist die EU-Unionsbürgerschaft nur vage bekannt. Sie scheint speziell geformt, ganz anders als nationale Staatsbürgerschaften und ein mächtig dehnbares Ding zu sein. Jedenfalls können sie die unterschiedlichsten Kräfte für eigene Bedürfnisse zurechtlegen. Die rastlos und unüberhörbar für die Vereinigten Staaten von Europa trommelnde Ulrike Guérot sieht in einer vollgültigen EU-Staatsbürgerschaft den Schlüssel zur „Neuerfindung Europas“.

Eine Mehrheit der Briten dagegen ist mit dem Brexit schon vor der bisher alles andere als vollgültigen Unionsbürgerschaft geflohen. Populisten wie Nigel Farage und Boris Johnson haben ihnen erfolgreich eingeredet, dass ihr Kern, die freie Beweglichkeit, so abschreckend funktioniert wie eine Vogelscheuche: Nichts wie weg davon und die Schotten runter! Read the rest of this entry »

DDR i Roskilde? – Politikens Bagside fortsætter

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Roskildes nyeste DDR-skilt viser, at cyklister gerne må dreje til højre, når der er rødt. Dog i på de her billede, som er fra Tyskland. Foto: Roskilde kommune

Skal Roskilde Festival ændre navn til ‘Weltfestspiele der Jugend und Studenten’?

Roskilde får endnu flere trafiksignaler fra Tyskland.

Bagsiden

I sidste uge berettede vi om den mystiske ’Ampelmann’ eller ’Ampelmännchen’, som er dukket op ved et fodgængerfelt i Roskilde. Figuren, der viser, om fodgængere skal stå eller må gå, er ikke som de andre, der ses i Danmark. Den var kendt og elsket af borgerne i DDR (Deutsche Demokratische Republik), og da Muren faldt, forlangte borgerne, at de kunne få lov at beholde ’Ampelmann’, som siden også har bredt sig til enkelte byer i Vesttyskland. Bl.a. Hamburg.

Men hvordan den var havnet i Roskilde, nærmere bestemt overgangen mellem Read the rest of this entry »