Kurzer Kommentar zur Wahl in Schweden

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Ein Hoffnungsschimmer aus Schweden

14.9.2026

Von: Thomas Borchert

Der Siegeszug der Schwedendemokraten ist vorerst gestoppt. Das sollte auch den Gegner:innen der AfD Mut machen. Eine Entwarnung wäre allerdings zu früh. Ein Kommentar.

Nach den 43,8 Prozent für die AfD in Sachsen-Anhalt und vor wohl über 30 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern kommt Aufmunterung aus dem Norden. Die rechtsextremen Schwedendemokraten sind beim Sturmlauf Richtung Regierungsübernahme in Stockholm gestolpert. Sie haben zum ersten Mal in ihrer erst braunen und jetzt tiefschwarzen Geschichte eine Wahl verloren. Wenn noch auszuzählende Briefstimmen die Mehrheit nicht doch kippen, kostet ihr überraschender Rückgang auf 17,6 Prozent das traditionelle bürgerliche Lager die Macht nach vier Jahren unter der Fuchtel der Rechtsaußen als Mehrheitsbeschafferin.

Den Nimbus der Unbesiegbarkeit hat der nach zwei erfolgreichen Jahrzehnten mit allen populistischen Wassern gewaschene Parteichef Jimmie Åkesson verloren. Dieser erfreuliche Wahlausgang kann der Sozialdemokratin Magdalena Andersson trotz des schlechten eigenen Abschneidens den Weg an die Spitze ebnen. Grund zur Entwarnung ist das aber noch lange nicht. Die Erfolgsaussichten für eine stabile Kooperation in einem auch dank sozialdemokratischer Überheblichkeit böse zersplitterten Mitte-links-Lager sehen alles andere als rosig aus. Bekommt dieses Lager jetzt keine stabile Regierungszusammenarbeit zustande, drohen in Schweden Neuwahlen. Bei denen klar ist, wer profitieren würde. Man hat von dieser Möglichkeit auch aus Sachsen-Anhalt gehört.

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