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  1. September 2016

„Fucking wütend“ hinter Gittern

Von Thomas Borchert

Zu viel Druck von zu vielen Seiten: Yahya Hassan.  Foto: imago/Dean Pictures

Zu viel Druck von zu vielen Seiten: Yahya Hassan.  Foto: imago/Dean Pictures

Dänemarks junger Ausnahmedichter Yahya Hassan wird für Schüsse auf seinen Verfolger verurteilt.

Fucking wütend auf meine Elterngeneration“ hat Yahya Hassan als 18-Jähriger unwiderstehlich sprachgewaltig und enorm selbstbewusst die öffentliche Bühne in seinem Land wie ein Superstar erobert. Mit 21 legt Dänemarks meistgelesener Lyriker, Sohn palästinensischer Flüchtlinge, jetzt eine Pause ein – zwangsweise. Ein Gericht in Aarhus verurteilte Hassan am Freitag zu 21 Monaten Haft, weil er einem hartnäckigen jungen Verfolger in den Fuß schoss.

Auf den steilen Aufstieg ist ein genauso steiler Abstieg gefolgt. Der Jubel, als Yahya Hassan die im Populismus erstarrte dänische Debatte um Zuwanderung und Integration wieder antrieb, ist verstummt. Am Ende blieben die 35 Anklagepunkte. Von Zechprellerei über wiederholtes Autofahren ohne Führerschein (dafür mit Haschisch im Blut), Stalking der Ex-Freundin, Schlägereien bis zu Schießen ohne Waffenschein.

„Er ist der wichtigste Dichter unserer Zeit, der (…) die gesellschaftliche Kraft der Literatur in der Gesellschaft bewiesen hat,“ befand der Kulturchef der Zeitung „Politiken“, Jes Stein Pedersen. Gemessen an der Bevölkerungszahl entspricht die Verkaufszahl der Gedichtsammlung Hassans einer deutschen Auflage von 1,8 Millionen. 120 000 Dänen konnten in der poetischen, gnadenlosen und streckenweise herzzerreißenden Abrechnung mit der Elterngeneration in den Migranten-„Ghettos“ lesen: „Denn neulich schlug Vater meine Schwestern nieder auf offener Straße. Er war zurückgezogen ins alte Ghetto. (…) Er ist islamisch verheiratet, aber getrennt lebend bei der Kommune. So dass seine Frau eine alleinstehende Mutter ist bei der Sozialbehörde.“ Und: „Wir hatten keinen Plan, denn Allah hatte Pläne für uns.“

Ganz Dänemark, von rechts bis weit nach links, bestaunte diesen auch im TV-Interview unerschrockenen, sprachgewandten und reaktionsschnellen jungen Mann, der sich einen Dreck um Konventionen scherte. Dann jubelte ganz Dänemark.

Die seit zwei Jahrzehnten dominierenden Rechtspopulisten nickten eifrig, weil ihre Anklagen gegen „muslimische Nassauer“ endlich aus erster Hand bestätigt wurden von einem, an dem keiner vorbei konnte. Die andere Seite freute sich unbändig, weil da eine unverbrauchte „authentische“ Stimme Integration ganz anders anging als mit ausgeleierten Jammerarien. Denn Hassan griff genauso gerne Rechtspopulisten und andere Islamophoben an wie einfache Heuchler: „Was will der dänische Kronprinz eigentlich beim fucking Staatsbegräbnis in Saudi-Arabien? Die enthaupten Menschen genau wie der ,Islamische Staat‘. Aber da haben wir Geschäftsinteressen.“

Nur nutzte das nichts bei denen, die von Hassans „eigener Community“ reden würden: Kurz nach Erscheinen der Gedichte wurde er das erste Mal von einem wegen islamistischen Terrors Vorbestraften zusammengeschlagen. Jugendgangs machten permanent Jagd auf ihn. Wegen Morddrohungen stellte der Geheimdienst dem Dichter zwei Leibwächter zur Seite.

Bei der kläglich gescheiterten Parlamentskandidatur für die von Zuwanderern gebildete „Nationalpartei“ 2015 überwogen schon die Schlagzeilen über kriminelle Aktivitäten. Hassan wurde der Leibwächter überdrüssig, sein Leben schien bald nur noch aus Straßenkampf mit ihn peinigenden Verfolgern und den inneren Dämonen zu bestehen. Auf Facebook präsentierte er sich seinen 129 000 Followern teils als schwer am Kopf blutendes Opfer von Schlägern, teils in Kampfuniform.

Der letzte Facebook-Eintrag im März, nach den Schüssen auf einen 17- Jährigen, und gleich fünfmal: „Ich sitze hier in Haft mit gebrochenem Schlüsselbein und Handgelenk. Hilfe. Muss operiert werden. Brauche Hilfe. Helft mir.“ Vor Gericht sagt Hassan ein halbes Jahr später, nach der Haft werde er viel ändern: „Ich muss wohl einfach von allem weg und aufs flache Land ziehen.“ Mit 21 sind vielleicht noch nicht alle Weichen endgültig gestellt.

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01. September 2016

„Christiania“: Schüsse in Kopenhagens Großkommune

 Von Thomas Borchert

Polizisten sichern den Ort des Angriffs ab.  Foto: Jens NOERGAARD LARSEN /afp

Ein Drogenhändler schießt einem Polizisten bei einer routinemäßiger Kontrolle in der „Freistadt Christiania“ in den Kopf.

Die Nachrichten über Schüsse in der „Freistadt Christiania“ klangen für Kopenhagener zum Donnerstags-Frühstück fast wie nach einem Terroranschlag. Erst die lebensgefährliche Kopfverletzung eines Polizisten, der einen Haschisch-Dealer festnehmen wollte. Dann bei der nächtlichen Jagd auf den geflüchteten Täter die Absperrung eines kompletten Stadtteils „mit allen verfügbaren Kräften“, wie die Polizei verkündete.

Sieben Stunden später schlagen Antiterrorspezialisten vor einer Wohnung zu und verletzen den Gesuchten durch Schüsse ebenfalls lebensgefährlich. Das Fernsehen schaltet Sondersendungen. Hier verkündet Dänemarks Justizminister Søren Pind „das Ende des friedlichen Weges“ gegenüber der 1971 gestarteten Großkommune auf einem besetzten Kasernengelände: „Wir haben ihn lange genug ausprobiert. Jetzt hat er uns lebensbedrohliche Schüsse eingebracht. Der mitunter als selbsternannter „Sheriff“ bespöttelte Minister konnte sich nicht nur breiter Unterstützung im Parlament sicher sein. Auch die dänische Öffentlichkeit, seit Jahrzehnten heftig entzweit über Toleranz oder Härte gegenüber dem sozialen Experiment Christiania, dürfte in diesem Fall hinter Pinds noch unkonkreter Kampfansage stehen. Zu oft haben es die 900 „Christianitter“ mit ihrer autonomen Selbstverwaltung das Versprechen nicht erfüllt, selbst mit den hochkriminellen Drogenhandel auf ihrem Gelände fertigzuwerden.

Schwarzarbeit im Drogenhandel

Nicht besser machte es die Christiana-Sprecherin Kirsten Larsen mit ihrem Kommentar, bei dem nichts mehr übrig war von Pioniergeist oder Hippie-Idealen: „Wir sind ganz normale Bürger und können nicht die Verantwortung für Dinge übernehmen, bei denen die Polizei zuständig ist.

Gemeint ist die „Pusherstreet“ im Herzen der 34 Hektar großen „Freistadt“ mit ihren Buden zum Haschischhandel. Während sich sonst die einstigen Kasernenstürmer und der Staat nach und nach halbwegs friedlich auf Kompromisse bei der Legalisierung Christianias einigen konnten, ist die Drogendealerei immer mehr aus dem Ruder gelaufen. Vor allem Rockergruppen organisieren ihn größtenteils von außen und scheffeln Unsummen mithilfe ihrer maskierten jungen Gehilfen in Christiania.

Einer von ihnen zog am späten Mittwochabend eine Pistole, als zwei Zivilstreifen ihn, so die Polizei, „routinemäßig“ festnehmen wollten. Er traf einen Beamten in den Kopf, einen weiteren sowie einen Unbeteiligten jeweils ins Bein. Diese Form von Gewalt ist neu im Dauerkrieg der Polizei gegen die Pusherstreet. Gerade erst im Juni hatte sie bei eine der regelmäßigen Großrazzien alle Verkaufsstände zerstört und eine Menge Händler festgenommen. Einen Tag später waren die Buden neu aufgebaut und andere Maskierte hinter den improvisierten Tresen mit ihrer Ware verkaufsbereit. Vor allem junge Bewohner der „Freistadt“, die nach wie vor selbst über den Einzug neuer Bewohner entscheiden kann, lassen sich zu Schwarzarbeit im kriminellen Drogenhandel locken.

Kenner schätzen, dass die Hälfte der Christiania-Ökonomie an dieser Branche hängt. Die andere wichtigste Einnahmequelle ist der Tourismus. Mehr als eine Million Besucher wandern jedes Jahr durch die etwas verkommene, aber idyllische Anlage im Herzen der dänischen Hauptstadt.

Erste Kopenhagener Imamin hält Freitagsgebet

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25. August 2016

Frauenmoschee „Eine gute Gegengeschichte“

 Von Thomas Borchert

Sherhin Khankan, Soziologin, Therapeutin und Tochter eines syrisch-finnischen Paares, will einen feministischen Islam.  Foto: Manya Parwani

In Dänemark ruft zum ersten Mal eine Imamin das Freitagsgebet aus – in einer Frauenmoschee in der Kopenhagener Fußgängerzone.

Zum ersten mal ruft in Skandinavien eine Imamin zum Freitagsgebet. „Wir fordern patriarchalische Strukturen im Islam heraus, wie es sie auch in anderen großen Religionen gibt,“ sagt Sherhin Khankan, Mitbegründerin der Kopenhagener Frauenmoschee, vor der Premiere dieser Woche. Ein halbes Jahr nach der Eröffnung der „Mariam Moské“ hält ihre dänische Mit-Imamin Saliha Marie Fetteh die erste Predigt. Eingeladen sind nur Frauen. Khankan zu den Motiven: „In den traditionellen Moscheen habe ich mich immer fremd gefühlt. Wir Frauen stehen abgetrennt auf einem Balkon herum und sind nur Zuschauer. Viele kommen gar nicht, weil man in eine von Männern beherrschte Welt eintritt. Sie haben das Wort, leiten das Gebet und stehen im Fokus. Wir schaffen jetzt eine Moschee nach den Prämissen der Frau.“

Die ersten Monate seien neben dem Einrichten der Moschee, einer großen Wohnung im Kopenhagener Zentrum, vor allem mit seelsorgerischer Arbeit vergangen, erzählt die 41- jährige Khankan. Fünf Paare hat sie getraut und Frauen bei der Scheidung geholfen. Die Selbstbeschreibung der Frauenmoschee als „Teil des feministischen Zusammenhangs im Islam“ bekam schnell sehr praktische Bedeutung: Sie hilft Muslima bei der andernorts meist unmöglichen Anerkennung einer Scheidung. Paaren mit Heiratsplänen vermittelt die Moschee Eheverträge, bei denen Frauen dasselbe Recht auf Scheidung zusteht: „Für uns bedeutet Feminismus vor allem, dass beide Geschlechter gleichgestellt sind“.

Der Start der ersten nordeuropäischen Frauenmoschee machte Anfang des Jahres Schlagzeilen bis in islamisch geprägte Länder wie Pakistan und Iran. Weibliche Imane sind auch in westlichen Ländern mit großen Zuwanderer-Gemeinden eine Rarität. Sie wisse von Kolleginnen in Köln und Hamburg sowie in Belgien, China, und den USA, sagt Khankan. Auf die Frage nach möglicher Ablehnung aus den etwas über 100 traditionell orientierten Moscheen in Dänemark antwortet die studierte Religionssoziologin, Gesprächstherapeutin und Tochter eines syrisch-finnischen Paares: „Ich konzentriere mich ganz auf die positiven Reaktionen, die total überwiegen. Und wenn es anders wäre, würde ich es im Interview bestimmt nicht sagen.“

Positive Rolle an mehreren Fronten

Die zur Frauenmoschee umfunktionierte 250-qm-Wohnung in Kopenhagens Fußgängerzone hat ein anonymer Spender Khankan und ihrem Gemeindevorstand gestiftet. Die Gruppe orientiert sich theologisch an den liberalen Sufi-Strömungen im Islam. Vor allem junge Muslime in Dänemark fühlen sich laut Khankan davon viel mehr angesprochen als von den traditionellen, „99,9 Prozent von Männern monopolisierten Moscheen“ und der politisch orientierten islamistischen Richtung. Unter 5,7 Millionen Bürgern in Dänemark machen Muslime etwa fünf Prozent aus.

Im Frühjahr brachte der Sender TV2 mit verdeckter Kamera gefilmte Aufnahmen mit Hasspredigern, die zur Steinigung untreuer Ehefrauen aufforderten. „Als 15 moderate Moscheen sich davon gemeinsam distanzieren wollten, haben sie uns zur Teilnahme eingeladen. Das sehen wir als beginnende Anerkennung unserer Legitimität“, sagt Khankan. Sie sieht eine positive Rolle der Frauenmoschee an mehreren Fronten: „Wir fordern auch die Islamophoben in Dänemark heraus, weil wir eine so gute Gegengeschichte sind.

Porträt Stine Bosse

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Die Frankfurter Rundschau hat erfolgreiche Managerinnen aus europäischen Ländern vorgestellt. Dänemark ist mit der politisch sehr aktiven Stine Bosse vertreten. IMG_0217

(Die Geschichte ist am 1. Juni  erschienen.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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  1. März 2016

Breiviks absurdes Theater

Von Thomas Borchert

 

Der Massenmörder klagt gegen seine Haftbedingungen. Der bekennende Nazi hätte gerne mehr Kontakt zu Gleichgesinnten, stört sich an der Isolation und wünscht sich besseren Kaffee.

 

Für Freddy Lie geht eine schlimme Woche zu Ende. Vor fast fünf Jahren erschoss ein Massenmörder seine 16 Jahre alte Tochter Elisabeth und verletzte die ältere Schwester Catherine schwer. Jetzt hat der Norweger dem Mörder von 77 Menschen bei stundenlangen Klagen vor Gericht über seine „unmenschliche Isolationshaft“ zugehört, „schlimmer als der Tod oder Waterboarding“. Ohne Kontakt mit anderen als dem Personal, ohne PC und Internet, dafür mit kaltem Kaffee aus Plastikbechern, einer veralteten Playstation und 800 Leibesvisitationen. „So viel dummes Zeug. Ich verstehe nicht, dass die Richterin ihn nicht zum Schweigen gebracht hat,“ sagte Lie hinterher der Zeitung „Aftenposten“.

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18. März 2016

Glückliche Dänen?

 Von Thomas Borchert

Was ist Glück?  Foto: dpa

Sind seine Nachbarn Lebenskünstler oder einfach happy mit dem Mittelmaß – unser Korrespondent ist sich da nicht ganz sicher

Einen genialen Erklärungsansatz zu Dänemarks Spitzenplatz im World-Happiness-Report hat Thomas Vinterberg mit seinem Film „Das Fest“ geliefert. Die vielen schönen Familienfeste mit gemeinsamem Gesang und launig freundlichen Ansprachen gehören zur Grundausstattung aller glücklichen Dänen. Ich mag sie auch. „Willst du die grüne oder die gelbe?“ fragt der Sohn in beschwingter Runde den Vater und hält zwei Umschläge mit Texten für seine Festrede hoch.

Der entscheidet sich falsch und bekommt statt der normalen über das glückliche Familienleben eine vernichtende mit sich als Tyrann und Kinderschänder. Als Antwort auf die Anfrage der Redaktion („Wie glücklich bist Du in Dänemark? Hast Du Lust, uns dazu etwas zu schreiben?“) kommen hier beide Versionen, die gelbe und die grüne.

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14. März 2016

Dänemark: Freundliche Revoluzzer

 Von Thomas Borchert

Hat gut lachen: Der Chef von Alternativet, Uffe Elbaek, bekommt wohlwollende Aufmerksamkeit.  Foto: dpa

In Dänemarks Parlament begehrt eine Partei gegen Populisten auf.

Kopenhagen –  Dass prominente Künstler Scham über ihr Land Dänemark bekunden, weil hier Bürgerkriegsflüchtlinge auf Schmuck und anderes von Wert gefilzt werden, versteht Uffe Elbaek „nur zu gut“. Der immer freundliche Chef von „Alternativet“, der jüngsten Parlamentspartei im Kopenhagener Folketing, hat es selbst auch so gesagt, dann aber bereut: „Ich hätte genauer sein müssen. Peinlich sind ja nicht mein Land oder meine Landsleute, sondern die Politik der dänischen Regierung.“

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Volksstimme Logo

Mit süßen Mädchen haben alle Mitleid

08.03.2016

Der österreichische Schriftsteller und Musiker Michael Köhlmeier. Foto: Rolf Vennenbernd

Der österreichische Schriftsteller und Musiker Michael Köhlmeier. Foto: Rolf Vennenbernd
Rolf Vennenbernd

Eine Sechsjährige muss sich ohne Erwachsene, ohne Geld, ohne Sprache in der namenlosen Stadt im fremden Land durchkämpfen. Michael Köhlmeier erzählt in Das Mädchen mit dem Fingerhut aufrüttelnd, nüchtern und auch spannend vom Überlebenskampf der Allerschwächsten.

Von Thomas Borchert, dpa

München (dpa) – Mit süßen Mädchen haben alle Mitleid, konstatiert nüchtern der Älteste der drei entwurzelten, bettelarmen Kinder auf der Jagd nach Essbarem und Schutz vor der Kälte. Dem anderen Jungen erklärt er, warum der als erwischter Ladendieb nicht mit Aufnahme in einer Familie rechnen kann, sondern sicher abgeschoben wird: Sie mögen Kinder nicht, die Augenbrauen haben wie du.

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21. Februar 2016

Asien ordert immer mehr Waffen

 Von Thomas Borchert

Chinas Präsenz im Südchinesischen Meer sorgen für das Wettrüsten in der Region.  Foto: REUTERS

Laut Sipri-Experten wollen auch die Deutschen am Wettrüsten rund um China verdienen. Auslöser für das Wettrüsten ist das Vorgehen Pekings bei seinem Anspruch auf das komplette Südchinesische Meer.

Chinas Aufstieg als Weltmacht und der Territorialstreit im Südchinesischen Meer machen Asien mehr und mehr zur größten und gefährlich dicht gefüllten Waffenkammer der Welt. Nach neuen Erhebungen des Stockholmer Friedensforschungsinstitutes Sipri ist in den letzten fünf Jahren mit 46 Prozent fast die Hälfte der globalen Rüstungsexporte in die asiatischen Länder gegangen. Der europäische Anteil fiel im Zeitraum 2011 bis 2015 von 21 auf elf Prozent aller Importe. Durch die Aufrüstung von Golfstaaten, allen voran Saudi-Arabien, überholte die Kriegs- und Krisenregion Nahost Europa als zweitgrößten Rüstungsimporteur der Welt mit einem Anteil von 25 Prozent.

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