Syrien

Schwedens Zivilgesellschaft zwingt Regierung zur Umkehr

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Schweden

Großvater bekommt schwedische IS-Waisen aus „Höllenlager“ frei

  • von Thomas Borchert

Sieben Waisenkinder getöteter IS-Krieger sollen nach Klärung der Personalien nach Schweden gebracht werden.

Ein beharrlicher Großvater und Proteste der schwedischen Zivilgesellschaft haben sieben Waisenkinder getöteter IS-Krieger aus dem „Höllenlager“ al-Hol in Syrien freibekommen. Die Regierung in Stockholm hatte sich zunächst geweigert, für die Heimführung der Kinder aktiv zu werden. Die allesamt kranken, teils unterernährten und schwer traumatisierten Kinder wurden diese Woche zunächst in der irakischen Stadt Erbil medizinisch untersucht. Sie sollen nach Klärung der Personalien nach Schweden gebracht werden.

Drei von ihnen sind in Syrien zur Welt gekommen, nachdem ihre Mutter Amanda Gonzales und als Vater der auch als Anwerber anderer IS-Kämpfer bekannte und berüchtigte Michael Skråmo 2014 hier als Dschihadisten in den Krieg gezogen waren. Nach dem Tod beider machte der Großvater Patricio Gonzales seine Enkel im Gefangenenlager al-Hol ausfindig. Erst nach breiten Medienberichten und massiven Bürgerprotesten wurden schwedische Diplomaten aktiv. Premier Stefan Löfven erklärte jetzt, man habe hiermit keinen Präzedenzfall geschaffen. Im Lager al-Hol im kurdischen Teil Syriens mit insgesamt 70 000 früheren IS-Kriegern und deren Familien soll es unter den 70 Kindern aus Schweden noch etliche Waisen geben.

Schweden: Müssen IS-Waisen für ihre Eltern büßen?

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Kinder von IS-Kämpfern im Hospital von Hosaka.

IS-Rückkehrer

Stockholms Härte gegen kranke IS-Waisen

  • von Thomas Borchert

Kinder getöteter schwedischer Dschihadisten dürfen nicht ins Land. Ein Großvater kämpft für die Rückkehr seiner Enkel und berichtet.

Auf dem Privatfoto aus einem nordsyrischen Gefangenenlager für IS-Kämpfer lächelt Großvater Patricio Galvez noch und hält ein Baby im Arm. Er freut sich, weil er vom fernen Göteborg aus tatsächlich die siebenköpfige Enkelschar im Alter von einem bis acht Jahren in dieser schrecklichen Gefangenschaft aufgespürt hat. Und weil alle am Leben sind, während ihre Eltern als schwedische Dschihadisten kurz vor der endgültigen IS-Niederlage starben. Dass die Regierung in Stockholm ihm jetzt partout nicht helfen will, die Waisen in seinem Heimatland in Sicherheit zu bringen, kann Galvez nicht fassen: „Wenn Schweden wirklich sagt, dass man diese unschuldigen Kinder nicht haben will, ist das barbarisch.“ Read the rest of this entry »