Meyerhoff

Rezension: Im 4. Erinnerungsbuch von Meyerhoff ein paar Klischees zu viel

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Im Meyerhoff-Sound

Holprig auf die Bühne und treulos in der Liebe

Joachim Meyerhoff ist in den eigenen Zwanzigern angekommen, skrupellos untreu in der Liebe und verzweifelt unsicher auf der Bühne. Sein vierter Erinnerungsroman hat wieder einen speziellen Sound und ein paar Frauenklischees zu viel.
21.11.2017,

Der Schauspieler und Buchautor, Joachim Meyerhoff.

Screenshot 2017-11-21 10.42.49.jpgFoto: dpa​

 

Das Cover des Buches “Die Zweisamkeit der Einzelgänger” von Joachim Meyerhoff. Foto: Kiepenheuer&Witsch/dpa​

 

Von Thomas Borchert

Köln (dpa) – Immer noch junge 23 bis 26 Lenze zählt die Hauptperson in der neuen, vierten Folge von Joachim Meyerhoffs Bestseller-Serie mit der eigenen Geschichte. «Erinnerung ist was für Dummköpfe», lässt er Hanna höhnen, die erste große Liebe seines Lebens und zweite Hauptperson auf diesen 400 Seiten. Sie tickt anders: «Ich sehe es einfach vor mir.» So muss es dem vielfach ausgezeichneten Schauspieler wohl auch beim Schreiben im Nebenberuf gehen. Was er aus seinem Leben beneidenswert reich an bunten Details «einfach vor sich sieht» und wohl auch dazuerfindet, hat Meyerhoff wieder zu einem immer unterhaltsamen Wechselbad von Komik bis Tragik mit munter wechselnder Tonlage bei der Selbstdarstellung und voller Sprachwitz gemixt.

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