Eheliche Untreue kostet schwedischen Bischof das Amt

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Erzbischöfin Jackelén (r.) und Petersson in besseren Tagen.
Erzbischöfin Jackelén (r.) und Petersson in besseren Tagen. © Lars Baeckman

02.02.202216:39

Untreuer Bischof

Du sollst nicht begehren

  • Von Thomas Borchert

Über Jahre hat ein Bischof eine Affäre mit einer Mitarbeiterin – nun entlässt ihn Schwedens Kirche fristlos.

Es ist eine dieser Nachrichten, bei denen man sich ungläubig am Kopf kratzt, ob man wieder irgendwas ganz falsch verstanden hat: Die evangelisch-lutherische Kirche Schwedens hat Bischof Thomas Petersson diese Woche fristlos von seinem Amt auf der Ostseeinsel Gotland entbunden, weil er als Ehemann untreu gewesen ist. Der 53-Jährige darf auch nicht mehr als Pastor oder Diakon arbeiten, weil damit das Recht auf kirchliche Trauungen anderer verbunden ist. Eine Möglichkeit zur Klage gegen diese Entscheidung des „Kontrollrates für Bischöfe“ hat Petersson nicht.

Manches am Gang dieser Geschichte scheint sich der altertümlich schönen, aber auch sehr engen Kulisse von Peterssons Amtssitz Visby anzupassen, der von einer Stadtmauer komplett eingeschlossenen Inselhauptstadt Gotlands. Eine idyllische Perle mitten in der Ostsee, aber eben auch eine Kleinstadt, in der alle immer schnell alles von jedem mitbekommen.

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